Einsatz für Inklusion bei der Polizei

20. Oktober 2026

Ende September hatte unser Projekt Inklusive Bildung Bayern (IBB) einen ganz besonderen Einsatz: Die Bildungsfachkräfte waren bei der Bundespolizei in Bamberg. Auf Einladung von Polizeioberkommissarin Miriam Schaupp durften Beschäftigte der WerkStadt der Lebenshilfe Nürnberg und von IBB an einem Projekttag im Ausbildungszentrum der Polizei mitwirken.

Schon das Ankommen war spannend: Wir zeigten an der Pforte zum Gelände alle unsere Ausweise und folgten dann in unserem weißen Bus einem Polizeiwagen, bis wir zum Parkplatz gelangten. Der Seminarleiter, Erster Polizeihauptkommissar Pfister, und unsere Gastgeberin begrüßten uns sehr freundlich und erzählten uns Wissenswertes über das Aus- und Fortbildungszentrum der Bundespolizei.

Dann kamen die Polizeianwärter*innen und alle Gruppen stellten sich vor. Ziel der Veranstaltung war es, durch den persönlichen Austausch Berührungsängste abzubauen, gegenseitiges Verständnis zu fördern und den 104 Anwärter*innen einen authentischen Einblick in die Perspektive von Menschen mit Behinderungen zu ermöglichen.

Die Bildungsfachkräfte von Inklusive Bildung Bayern stehen vor einem Fahrzeug der Bundespolizei und lachen in die Kamera. Neben ihnen stehen Projektleiterin Claudia Drechsel und die Qualifizierungstrainerin Lisa Plank.

Dafür hatten die Bildungsfachkräfte Erfahrungsberichte vorbereitet, in denen sie von persönlichen Begegnungen mit Polizist*innen sowie aus ihrer Lebenswelt erzählten. Aus der Gruppe kamen viele Fragen. Im Anschluss überlegten sich die Teilnehmenden in Kleingruppen, was sie zukünftig bei ihren Einsätzen und polizeilichen Maßnahmen beachten werden.

Neue Perspektiven für alle

Ein großer Gewinn war für uns, dass wir gemeinsam mit den Beschäftigten der WerkStadt Nürnberg auftreten und Tipps geben konnten. Am Ende formulierten wir noch Wünsche an die Polizei. Zum Beispiel sagte die Bildungsfachkraft Ines Wolf: „Ich wünsche mir, dass die Polizei in leichter Sprache erklären soll und auch öfters erklären soll und dass man die Zeit bekommt, die man braucht“.

Toll war auch das Rahmenprogramm: Wir haben das Gelände kennengelernt, Uniformen anprobiert und durften in der großen Turnhalle an einem polizeilichen Training teilnehmen.

„Der offene Austausch bot uns die Möglichkeit, unterschiedliche Perspektiven kennenzulernen und das eigene Verständnis für die Lebensrealität anderer Menschen zu erweitern“, zog Frau Schaupp Bilanz über die Veranstaltung. Auch Bildungsfachkräfte und Werkstattbeschäftigte haben viel Neues erfahren.

Wir sagen Danke für einen sehr spannenden Tag, an dem die Bildungsfachkräfte einmal mehr als Botschafter*innen für Inklusion in Bayern wirken konnten. Wir freuen uns auf ein nächstes Mal!