4. Mai 2026
Inklusive Bildung bayernweit verankern – mit diesem Ziel geht Inklusive Bildung Bayern (IBB) in das letzte Projektjahr. Wie aber kann dieses Ziel erreicht werden? Darüber sprachen wir mit vielen Gästen auf unserem 4. Vernetzungsforum.
Mehr als 30 Personen hatten sich zu unserer Veranstaltung eingefunden, viele von ihnen vor Ort an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), andere wiederum online. Vertreten waren bayerische Universitäten und Hochschulen ebenso wie andere Standorte für Inklusive Bildung in Deutschland. Ämter und Behörden wie das Zentrum Bayern Familie und Soziales, das Inklusionsamt und das Bildungsbüro der Stadt Nürnberg hatten Vertreter*innen geschickt. Zugegen waren schließlich auch Mitarbeitende vom Büro des bayerischen Behindertenbeauftragten und von Werkstätten für behinderte Menschen.
Sie alle erwartete ein vielfältiges Programm: Die angehenden Bildungsfachkräfte berichteten zunächst von ihren Fortschritten aus den zurückliegenden zwei Projektjahren. „Wir sind gewachsen und haben viele Herausforderungen gemeistert, als Team zusammen,“ sagte etwa Marvin Voit, angehende Bildungsfachkraft. Über ihre Lehrveranstaltungen berichtete Maxi Zitzmann: „Wir sind jetzt mehr bei der Lehrveranstaltungs-Planung dabei und bringen Ideen und Anregungen mit ein.“
Aus der Begleitforschung berichtete Stephanie Schleer, Pädagogische Hochschule Heidelberg. Eine ihrer Forschungsfragen lautet: „Wie wirken sich Qualifizierung zur und Arbeit als Bildungsfachkraft auf das Wohlbefinden der (angehenden) BFK aus?“ In leitfadengestützten Interviews erhielt sie Aussagen wie diese: „Das ist ein gutes Gefühl, wenn man merkt, dass man wichtig ist…“ und „Früher war ich immer der Nehmende. Jetzt kann ich der Gesellschaft auch etwas zurückgeben…“

Seit 10 Jahren leisten die Bildungsfachkräfte am Institut für Inklusive Bildung Kiel ihre Bildungsarbeit unter dem Motto „Inklusion gemeinsam selbstbewusst leben“. Isabell Veronese und Horst-Alexander Finke berichteten aus ihrem Kieler Arbeitsalltag. „Mein Beruf als Bildungsfachkraft ist sehr abwechslungsreich – genau das gefällt mir besonders,” fasste Veronese zusammen. Ihr Kollege Finke ergänzte: „Ich beobachte, dass unsere Sichtbarkeit einen positiven Einfluss auf die inklusive Universitätskultur hat.” Den angehenden Bildungsfachkräften aus Bayern wünschte er „den gleichen Elan und die Leidenschaft, die wir entfacht haben“. Die gute Arbeit der Bildungsfachkräfte sei „nicht selbstverständlich, sondern ein wertvolles Geschenk“.
In einem engagierten Erfahrungsbericht berichtete Prof. Dr. Markus Krajewski, FAU, aus der Vorlesung „Einführung in die Rechtswissenschaften“, FAU. Hier übernahmen die Erlanger Bildungsfachkräfte (BFK) einen Termin zur UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK). Kern der Veranstaltung war die persönliche Sichtweise der BFK und was die UN-BRK für sie bedeutet. Er sagte: „Die Studierenden erleben so, dass Recht nicht abstrakt ist, sondern eine persönliche Bedeutung für die Menschen hat, die es betrifft.“ Sein Fazit: „Die Lehre von Bildungsfachkräften ist nicht nur etwas, das im Lehramtsstudium verankert werden muss. Sie ist auch relevant für Rechtswissenschaften und Naturwissenschaften, eigentlich für alle Fachbereiche.“
Nach den Impulsvorträgen überlegten die Teilnehmenden im Rahmen eines „Café Inklusiv“, welchen Mehrwert Inklusive Bildung Bayern für eine inklusive Lehre bieten kann und welchen Nutzen Studierende aus Angeboten mit Bildungsfachkräften für ihr zukünftiges Berufsleben ziehen könnten. Aus den Antworten gewann das Team von IBB wertvolle neue Anregungen und Argumente.
Warum wir so zuversichtlich sind, dass wir Inklusive Bildung Bayern nach Projektende ab April 2027 verstetigen können? Wir haben ein starkes und kreatives Unterstützungsnetzwerk, wie auch diese Veranstaltung wieder einmal bewies. Uns macht Mut, dass es in allen Modell-Bundesländern bislang gelungen ist, dass die Bildungsfachkräfte und ihr begleitendes pädagogisches Personal angestellt wurden. Unser herzlicher Dank gilt unserer Kooperationspartnerin der FAU, mit der wir auch dieses Vernetzungsforum gemeinsam ausgerichtet haben.
Das Modellprojekt Inklusive Bildung Bayern wird bis 31.03.2027 umgesetzt in Kooperation mit und mit Unterstützung von
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